Donnerstag, 20. August 2009   /   Bora Bora

Der heutige Tag stand unter dem Motto: shoppen, sünnelen, bädele, essen und trinken. Wir ließen komplett die Seele baumeln, und machten das wozu wir Lust hatten. Keine Äggschen wie Grill verbrennen, schwarze Würschte ins Meer werfen etc. war angesagt. Ein normaler Tagesablauf einfach. Ein wiederum feines Abendessen auf dem Steg im Yacht Club Bora Bora war angesagt. Der Sonnenuntergang wurde uns wieder einmal durch ein paar Wolken zugedeckt. Was soll’s. Ein feiner Rum rundete den Tag ab.


Besonderheiten:

  • Ein Franzose kannte (gem. seinen Aussagen) den Chef des Restaurants. Es nützte nichts, denn er bekam trotzdem keinen Tisch! Dafür wurde ihm von seiner Frau die “Kappe gewaschen”.

 

 

Mittwoch, 19. August 2009   /   Raiatea   -   Bora Bora

Fantastisches Wetter sowie der gestrenge Weckruf von Othmar um 06.00 h riss uns aus dem Schlaf. Nach dem Frühstück, Betankung und füllen der Wassertanks starteten wir, wie am Vorabend besprach. en, nach Bora Bora anstatt Südspitze von Raiatea. Die Überfahrt konnte man als Kreuzfahrt bezeichnen. Super Wetter, ruhige See aber leider praktisch kein Wind. Erst kurz vor Bora Bora konnten wir dann doch noch die Segel setzen und so die letzten Meilen segeln. Wir genossen die Überfahrt auch ohne Wind. In Bora angekommen, ankerten wir in der Baie Tehou an der Westküste.  Ideal zum baden und geniessen. Mit dem Dinghi fuhren wir an die Sandbank vor dem Riff und besuchten dort die Rochen. Unglaublich wie nah wir mit den Rochen mit Schnorcheln konnten.  Es war eindrücklich. Wir hoffen nun, dass die Fotos mit der Unterwasserkamera gelungen sind. Der Sundowner auf dem Schiff mit Sicht auf Maupiti in der Ferne genossen wir. Das Nachtessen war buchstäblich höllisch. Zuerst die gefüllten Tomaten mit Pfefferkörner, dann die Grillwürste, die sich mit zunehmder Grilldauer zu Feuerteufeln entwickelten. Unser Grill brannte lichterloh und Armin mittendrin. Ein 1. August - Feuer mitten in der Südsee. Koni rettete mit Regulas Badetuch Armin aus dem Flammenmeer. Teile der Würste konnten verzehrt werden, der grössere Teil flog als verkohltes Fischfutter ins Meer. Die 2. Serie an Würsten konnte eigentlich normal gebraten werden, aber leider folgten auch diese den Vorgängern ins Meer. Sie waren für unseren Gaumen nicht genießbar (lämmeliges Sägemehl). Gezwungenermassen ernährten wir uns vegetarisch oder überhaupt nicht.


Besonderheiten:

  • Irma flutete anstatt das Deck, Othmar’s Bett. Quintessenz: Othmar hatte nun ein Wasserbett
  • Teile von Armin’s Brustbehaarung wurden ein Opfer der Flammen
  • Das entsorgte Grillgut brachte sogar die Fische zum rülpsen
  • Armin ass zum Nachtessen ein paar Buchsen Bier, da auch innerlich ausgebrannt

 

Dienstag, 18. August 2009   /   Tahaa - Raiatea

Wie wir es uns gewohnt sind, wurden wir durch einen tropischen Regen und Sonnenschein geweckt. Der Anblick der Bucht von Hameene ist aber wunderschön. Das Wasser ganz ruhig und eine einzigartige Stille faszinierte uns. Bis dann um 07.30 h ca 12 Schulbusse die Schüler von ganz Tahaa ausspuckten. Der Schulbetrieb dauert jeweils von 08.00 h - 16.00 h. Hier findet keine Diskussion über  Mittagsbetreuung statt. Es ist einfach so. Nach dem Frühstück verließen wir den schönen Ort und segelten nach Raiateas Westküste. Wir ankerten am Riff um eine Bade- und Schnorchelpause einzulegen. In wunderschönen Korallen konnte wir Schnorcheln und die in grosser Zahl vorhandenen farbigen Rifffische beobachten. Auch hier ist die Erderwärmung sichtbar, denn viele Korallen sind tot. Leider sind die markierten Ankerplätze für die Nacht nicht empfohlen, sodass wir uns für einmal in einem Hafen anlegten. Bei einem Sundowner, wieder einmal mit Sonne, konnten wir uns beim Anblick von Bora Bora im Sonnenuntergang dieser Faszination nicht entziehen. Wir beschlossen kurzerhand diese Trauminsel nochmals anzusegeln, anstatt die Südseite von Raiatea zu besuchen. Ein feiner Mei Mei (das ist ein Fisch) rundete den schönen Abend ab.


Besonderheiten:

  • Kitschiger Sonnenuntergang
  • Warm duschen
  • Schnorcheltrip in den Korallen
  • Ein etwas spezielles Anlegemanöver im Hafen…

 

Montag, 17. August 2009   /   Huahine Nui   -   Tahaa

Tagwache war um 06.00 h früh. Zur Abwechslung weckte uns Othmar mit Musik und nicht mit Feldweibel-Gebrüll. Nach dem kurzen Frühstück nutzen wir das schöne und windige Wetter aus und verließen die Bucht von Fare. Mit einem schönen “Hack” segelten wir Richtung Tahaa, das etwa 25 Seemeilen entfernt lag. Nach der Einfahrt durch den östlichen Passe Toahotu wollten wir eigentlich die Ile Rauoro ansteuern, da dies uns sehr empfohlen wurde. Entgegen den Angaben waren keine Bojen vorhanden und wir hätten ankern sollen. Dies erschien uns auf Grund der windigen und tiefen Verhältnisse zu unsicher, sodass wir die Baie Hameene ansteuerten. Schade, wir hätten gerne die uns wärmstens empfohlene Gastfreundschaft von Juliano in Anspruch genommen. Leider hatte dann das Restaurant Tahaa Maitai Wirtesonntag. Unsere Frauen mussten in die Bresche springen. Was uns natürlich nicht störte.


Besonderheiten:

  • Traditionell beim Anker legen suchte uns ein veritabler Platzregen heim (Kennen wir mittlerweile)
  • Beim Wendemanöver war’s ein bisschen bewegt, was Irma zu Hilfeschreien provozierte.
  • Zum Ankerbier wurden hervorragende Bruschetta serviert!!!!! (Restenverwertung)

 

Sonntag, 16. August 2009   /   Huahine Iti - Huahine Nui

Nachdem sich doch endlich etwas stabileres Hochdruckwetter abzeichnet, tuckerten wir wieder nordwärts nach Fare, sodass wir am Montag in der früh die Insel etwas später als geplant verlassen können. Ein wunderbar gemütlicher Sonntag mit Bootsfahrt war angesagt.  Auf dem Rückweg besuchten wir die schöne Port Bouraynec. Diese praktisch vollständig eingeschlossene Bucht erinnert an die Löcher in Schottland. Mit dem Unterschied, dass die Luft und das Wasser um einiges wärmer sind. Die Nacht über lagen wir wieder vor Fare am Anker. DieFrauen vertraten sich die Füsse mit einem Spaziergang am Strand. Die Männer blieben auf dem Boot. Abends genossen wir  nochmals den feinen Cheese Burger im Roulottes Quartier. Ansonsten war der Ort praktisch ausgestorben. Wir haben festgestellt, dass hier in Polynesien der Sonntag wirklich ein Ruhe- und Familientag ist!!!!!! Bettruhe war freiwillig schon um 21.00 Uhr. Unter Betonung:  freiwillig…!!!!


Besonderheiten:

  • Kaffee à la mode du Irma (nicht zwingend empfehlenswert). Sie kochte Kaffee mit Meerwasser. Da half auch kein Zucker mehr. Den Kommentar möchte ich nicht erwähnen.
  • Armin trieb unfreiwillig Sport. Er vergass nämlich beim Transport der Frauen an den Strand mit dem Dinghi den Benzinkanister mitzunehmen. Der Sprit reichte nur bis ans Ufer. Der Rückweg wurde gerudert. Ganz Huahine lachte…. 

 

Samstag, 15. August 2009   /   Huahine Nui - Huahine Iti

Nachdem sich nun das Tief hoffentlich verzogen hat, schipperten wir der Ostküste entlang von Huahine Nui nach Huahine Iti. Wir ankerten nach 2 Stunden in der wunderschönen Baie d’Avea. Der lange Sandstrand lud zum spazieren und fotografieren ein. Kitsch pur!!! Unseren täglichen Sundowner wollten wir im nahe gelegenen Hotel geniessen. Obwohl Gäste da waren, war die Beiz leider geschlossen!!!!! ;  sodass wir diesen halt auf dem Schiff (heute bei Sonnenschein) tranken. Die Küchenfeen zauberten wiederum ein feines Menu auf den Tisch. Heute war Mama Leone angesagt (Spaghetti Bolo).
Leider ist uns Petrus in den letzten Tagen, warum auch immer, nicht wohlgesonnen, denn er schickte am Abend wieder neue, gefüllte Wolken nach Huahine Iti. Aber was solls, es ist trotzdem schön.


Besonderheiten:

  • Auch nach 2 Wochen sind Armin die Schiffsbeschläge im Weg!!!
  • Othmar opferte Petrus (via Neptun) eine Kokosnuss, und bat um besseres Wetter. Das dauert halt anscheinend.

 

 

Freitag, 14. August 2009   /   immer noch Huahine

Heute ist Rentnertag. Othmar feiert mit uns seinen 65. Geburtstag.  Herzliche Gratulation an dieser Stelle.

Tagwache  war um 06.30 h. Nach einem kurzen Frühstück starteten wir zu einem Inseltrip. Wir besuchten als Erstes die heiligen Stätten am Lac Maeeva. Dort befinden sich verschiedene antike Maraees. Unser Führer Jean oder John (wie auch immer) erklärte uns die Geschichte seiner Vorfahren. Man muss sich vorstellen, dass vor etwas mehr als 100 Jahren die letzten Menschen geopfert und verspiesen wurden. Dabei handelt es sich nur um Männer. Aber auch nur Männer durften daran teilnehmen.  Der Priester ass jeweils das Hirn, der König das Herz und die Leber, der Rest wurde aufgeteilt. Das Auswahlverfahren der jeweiligen Opfer ist sehr speziell und gnadenlos. Der König hat das schlussendlich verboten, damit nicht auch noch ein Mitglieder der Königsfilme dem willkürlichen Entscheid des Priesters zum Opfer fiel. Weiter gings zu einer Vanilleplantage, zu den Fischfallen am Lac Maeva. Da sich um diese Jahreszeit viele Wale aus der Antarktis hier aufhalten, konnten wir dieses Naturschauspiel auch noch beobachten.  Der Besuch auf der Pearlfarm auf dem Motu Vavaratea lohnte sich. Wir sahen wie die Perlen geerntet, sortiert und verarbeitet wurden. Anschliessend wird jeweils bei den  geeigneten  Muscheln ein Implatat eingesetzt. Man muss sich vorstellen, dass nur etwa 5 % aller Muscheln eine schöne Perle hervorbringen. Wir haben uns entsprechend eingedeckt, da die Preise doch  wesentlich tiefer sind als an der Bahnhofstrasse in Zürich. Sogar Othmar trägt jetzt Perle. Ein Blick aufs farbenprächtige Meer im Süden der Insel rundete den Ausflug ab. Es war schön.
Am Abend wurden wir von Othmar zu einem feinen Nachtessen eingeladen. Besten Dank an dieser Stelle an unseren neuen AHV-Bezüger.


Besonderheiten:

  • Auf Huahine gibt es 7 Religionen, aber nur einen Gott!!!!
  • Unfreiwillige Dusche im Dinghi vom Boot an den Steg
  • Aus lauter Gier beim Kuchen essen, biss Armin auf den Kerzenhalter und verlor beinahe einen Zahn.
  • Othmar heisst auf  huahinisch “Hotmahr” (gem. Deko auf dem Kuchen).

 

Donnerstag, 13. August 2009   /   Huahine

Tagwache um 04.00 h. Wir wurden durch ein starkes Unwetter geweckt mit starkem Regen und Windböen.  Aus Sicherheitsgründen richteten wir eine Ankerwache ein, da alle Boote doch stark schwoften. Um 06.00 h gabs Entwarnung. Da der Regen sehr intensiv war, verkroch man sich wieder in den Kojen. Andere lasen oder machten Kreuzworträtsel. Nach einem gemütlichen Frühstücksbuffet unter Deck, besichtigten wir den Hauptort der Insel.  Ein hübscher Ort mit vielen tropischen Gärten. Lädelen war auch noch angesagt. Das Angebot ist zwar nicht mit Winti oder Zürich zu vergleichen, aber trotzdem sehr schön. Die Frauen suchten Perlen und fanden sie auch  im Pearl Tree Shop. Ein spezieller Laden, befindet er sich doch in einer Baumhütte au ca. 2 Meter Höhe direkt am Meer. Zum Nachtessen wurde der Holzkohlengrill (hinten am Heck) angefeuert. Feine Rindsfilet wurden durch Armin zubereitet. Als Beilage gabs einen sehr guten Kartoffelgratin und Salat. Da doch sehr früh Tagwache war, wurde der Abend auch früh beendet.


Besonderheiten:

  • Manuia heisst auf  Polynesisch Prost,  man kann aber auch Moroia oder Maloya sagen (Othmar)
  • Das Wetter kann man sich leider nicht wünschen!!!  Tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

 

Mittwoch, 12. August 2009   /   Tahaa - Huahine

Bei prächtigem Wetter verließen wir die Vanille-Insel Tahaa. Bis jetzt hatten wir diese Insel lediglich als Zwischenstopp benutzt. Nach dem Besuch auf Huahine werden wir einen Besuch dieses Eilandes aber sicher noch nachholen. Die Überfahrt nach Huahine war herrlich (kreuzfahrtmässig). Anfänglich unter Motor anschliessend konnten wir noch einen grossen Teil unter Segel zurücklegen. Huahine ist eine Insel die archäologisch sehr interessant. Die Inselbewohner sind sehr selbstbewusst und ganz anders wie die übrigen Polynesier. Sie sind vor allem sehr lebensfreudig.
Nach der Ankunft im Hauptort Fare, wo ein wunderschöner Ankerplatz vorhanden ist, war zuerst einmal PD/ID angesagt. Anschliessend ging’s zum Landgang und ersten Erkundung des Hauptortes. Selbstverständlich war bei dieser Wärme ein kühles “Tabu” (Bier ähnlich Corona) im Te Marara angesagt. Auf dem Schiff konnten wir den Sonnenuntergang zwischen Tahaa und Bora erleben. Nach Einbruch der Dunkelheit verpflegten wir uns am Hafenquai von Fare. Dort waren verschiedene Roulottes aufgefahren. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge verschiedenster Art, welche zu Imbissbuden umgebaut wurden. Das Angebot war reichhaltig. Man konnte über Nudeln, Steaks, Huhn, Hamburger, Fisch alles konsumieren. Es schmeckte sehr gut. Den Schlummertrunk nahmen wir im Te Marara ein, bevor wir uns mit dem Dinghi zum Boot zurückfuhren. In der Nacht auf Donnerstag, erwartete uns ein recht solides Unwetter, die zum Teil Nachtdienst verursachte.


Besonderes:

  • Othmar kaufte sich einen Pareo und machte im Te Marara einen Tücherwickelkurs mit! Na ja, ist jetzt das Tuch zu klein oder der Bauch zu gross?
  • Zigaretten sind teurer als Campari.  CHF 12.50 für ein Päckchen Marlboro. Othmar raucht jetzt in kleinen Zügen.
  • Traumhafte Insel
  • Koni erledigte seinen Einkaufszettel. Allgemeiner Grosseinkauf (Souvenir)

 

Dienstag, 11. August 2009   /   Bora Bora - Tahaa

Wir verließen Bora Bora zeitig am Morgen. Das Wetter war nicht gerade viel versprechend, aber auch nicht beunruhigend. Ausserhalb des Riffs konnte wir unter Segel ein flottes Tempo vorlegen. Nach ca. kamen wir wieder einmal in eine Flaute. Und wieder einmal war Motoren angesagt. Rund um uns herum regnete es, und die Wellen wurden immer höher und höher. Vom Regen blieben wir weitgehend verschont, von den immer höher gehenden Wellen aber nicht. Kaum hingen wir in Tahaa an der Boje setzte zur Abwechslung ein tropischer Regen ein. Der x-te in unseren Ferien. Aber auch das kann uns nicht erschüttern. Es war ein ruhiger Tag, welchen wir auch so ausklingen ließen. Bei einem feinen Nachtessen an Bord, ging es bald einmal in die Koje. An dieser Stelle danken wir Männer unseren beiden Frauen Regula und Irma für die hervorragenden Kochkünste die wir bisher geniessen durften. Bocuse wäre neidisch.


Besonderheiten:

  • Discobetrieb im nahen Yachtclub. Die einen konnten schlafen, andere irgendwann auch
  • Polynesische Tanzshow am Ufer mit Feuertanz. Wir genossen das von unserm Boot aus (beste Plätze)
  • Tortellini à la mode Betty Bossi und Annas Best (hoch 2)

 

Montag, 10. August 2009   /   Maupiti - Bora Bora

Bei wunderschönem Wetter verließen wir Maupiti, die Insel die viele Erlebnisse und Eindrücke hinterließ. Vor allem die Einheimischen, die trotz bescheidenen Verhältnissen sehr gastfreundlich sind. Leider mussten wir nach Bora Bora unter Motor fahren, da windmässig mehr oder weniger Flaute herrschte. Da die Einkaufsmöglichkeiten in Maupiti sehr eingeschränkt sind, mussten wir in Bora wuchtig Lebensmittel und Wasser bunkern. Die Frauen bummelten noch durch die “Einkaufsstrasse” von Vaitape, während die Männer das Boot zum nächtlichen Liegeplatz vor dem Restaurant  Bloody Mary verschoben. Das Nachtessen genossen wir in diesem weltbekannten Lokal, wo schon alles was Rang und Namen auf diesem Planeten hat, verkehrte. So unter anderem Marlon Brando, John Denver, Woody Allen, Mr. Bean, Barry Gibb, Koni Sigg, Irma Schlittler, Othi, Regula Blaser, der Rockefeller-Clan etc. Etwas ganz besonders sind die Kleidervorschriften. Man darf das Lokal nur barfuss betreten. Allfällige Schuhbekleidung muss vor der Tür deponiert werden. Einen Sundowner gabs heute keinen, da dieser buchstäblich in einem tropischen Regen untergegangen ist. Eigentlich wollten wir zeitig ins Bett gehen. Aber dieser Begriff ist auch hier in Polynesien weit gefasst.


Besonderheiten:

  • Armin lässt sich nun Richard rufen, da auch Richard Gere im Bloody Mary verkehrt
  • Nachdem nun doch eine weitere Flasche Rum den Weg an Bord gefunden hat, genossen wir diesen geistigen Tropfen
  • Der Spülgriff auf dem Pissoir des Bloody Mary (siehe Foto)
  • Geldwechsel in der Bank of Tahiti ist relativ kostspielig, was Armin mit Genugtuung zur Kenntnis nahm.

 

 

Sonntag, 9. August 2009   /   Maupiti

Wie es sich gehört, geht man am Sonntag zur Kirche. So auch wir…..!!!!!  Was wir erleben durften, war beeindruckend und ging unter die Haut. Der Gesang ersetzt bei weitem eine Orgel. Wir konnten einen Gottesdienst der besonderen Art erleben, da der langjährige Pfarrer von Maupiti verabschiedet wurde. Seine letzte Predigt musste mit Anekdoten gespickt gewesen sein, denn die Kirchgänger  waren immer wieder am Lachen. Anschliessend wurden auch wir zu unserer Überraschung zum Abschiedsessen eingeladen. Und wie es sich für die Südsee gehört, erlebten wir das volle kulinarische Programm. Das heisst Poisson cru, Sauschwarten, Poulethälse, Kochbananen, gekochte Seegurken (sehr speziell….), Maniok, Brotbaumfrucht, Früchtegelée (nicht definierbar) und der absolute Hammer:  FAFARU…..!!!!!! = Limburger im Quadrat und  x Hoch 15. Kurz gesagt: “Ein saumässiger Stinkfisch”. Dabei handelt es sich um eine “exquisite” polynesische Spezialität. Am Nachmittag ging das volle Programm weiter, denn wir wurden von René und Fifi, die wir vom letzten Besuch her kannten  ins Wochenendhaus auf dem vorgelagerten Motu zu Bier und Kuchen eingeladen.  Zum Abschied erhielten alle traditionsgemäß die Muschelkette. Dies bedeutet, dass man irgendwann wieder zurückkommen wird. Zudem erhielten Regula und Irma schöne Muscheln und Korallen. Die Gastfreundschaft der  Polynesier ist wiederum umwerfend.

Besonderheiten:

  • FAFARU  (siehe oben)
  • Ein besonders schöner Sonntag

 

Samstag, 8. August 2009 /   Maupiti

Prächtiges Wetter sowie das Gekrächze 100er Güggel weckten uns am heutigen Morgen.  Ein Tag der wiederum mit Erlebnissen und Eindrücken gespickt war. Regula, Irma und Koni erkundeten das Motu Tuanai. Zur Sicherheit begleiteten Koni 3 sehr anhängliche Hunde. Erstaunlicherweise reagierten sie auf französische Befehle, wie vas-y; couche-toi und assies. Regula und Irma wateten in der Lagune zwischen den Korallen, während Koni umringt von seinen Hunden sein Segelbuch las. Eine Nono-Invasion (kleine Stechmücken) stürzten sich auf Irma. Auf dem weiteren Spaziergang wurden die Drei von einheimischen zum Mittagessen eingeladen. Das Menu stammte aus grossen Kesseln und konnte nicht  eindeutig zugeordnet werden. Das Poulet und die Sau wurden (ohne Federn und Borsten) mit Stumpf und Stiel gekocht. Alles was nicht gegessen wird, kommt zurück in den Topf. En Guete……
Armin und Othmar gingen mit Richard und Guy zum fischen. Schon nach knapp 20 Minuten kämpfte Othmar mit einem 20kilönigem Tacae, dessen Augenabstand 20 cm betrug. Kurze Zeit später hing auch bei Armin ein solcher Fisch an der Angel. Wir versuchten uns noch auf Bonitos, leider aber ohne Erfolg. An einer auf 150 Metern Tiefe gelegte Grundangel hing noch ein  Hai (ca. 1.50 m). Dieser zerbiss aber neben dem Boot liegend die Leine. Guy war nicht traurig, da Haifische hier in Polynesien keine Delikatesse sind.  Die Filetstücke von Klein-Othmar wanderten auf den Schiffsgrill. Ebenfalls en Guete…..

Besonderheiten:

  • Irma sah nach dem Nono-Angriff aus wie eine gesprenkelte Sau
  • Die im Mittagesmenu  enthaltenen Innereien dämpften den Hunger von Irma gewaltig.
  • Othmars Sonntagsblick-Shirt (früher weiss) wurde während 6 Stunden durch die Abgase des Fischerboots geräuchert (Othmar inklusive)
  • Der gängige Ausdruck Voilà (ausgesprochen Wualaaaa) wird zum Bootsprachstandard (Inselslang)

 

Freitag, 7. August 2009

Der Tag danach (Irmis Geburtstag) begann mit PD/ID. Es wurde gewaschen und geputzt was das Zeug hielt. Anstatt nach Perlen wurde nach Unterhosen getaucht. Dies bis auf 4 Meter und immer mit Erfolg. Danke Koni. Damit weiterhin Fotos und Berichte erstellt werden können, musste Armin auf der Hauptpost in Maupiti eine Prepaid-Karte besorgen. Jede Insel hat einen anderen Provider, und Armin ist jetzt überall Grosskunde geworden. Nachmittags war Sport angesagt. Wir mieteten Velos und umrundeten Maupiti (ca. 5 km). Topmoderne Fahrräder welche uns an die guten alten Militärvelos erinnerten (Rücktritt und lediglich 1 Gang und  Lenker wie Hirschgeweihe). An der Maupiti Beach betätigten wir uns in den Sportarten Maupiti-Golf, Hinano trinken und bädelen. Den traditionellen Sundowner, obwohl keine Sonne vorhanden war, genossen wir im Strandcafé Poe Iti. Dies mit Blick auf unser Boot und die Hauptstadt.

Besonderheiten:

  • Hervorragende Tauchleistungen von Koni
  • Zwiebel schneiden von Othmar mit Taucherbrille
  • Es ist 21.00 Uhr und alle gähnen und gehen schlafen!!!!

 

Donnerstag, 6. August 2009

Irma hat heute Geburtstag. Der Tag zeigte sich von der besten Seite. Schönes Wetter, keine Wolken und kein Wind. Das mit dem Wind kann man aus segeltechnischen Gründen nicht als positiv bezeichnen. Wir mussten den ganzen Weg von Bora Bora nach Maupiti  unter Motor zurücklegen. Wir wurden aber bei der Ankunft voll und ganz entschädigt. Bei der etwas heiklen Einfahrt wurden wir von einer ca 12köpfigen Delfinkolonie begrüsst. Die Einfahrt zeigte sich von der grandiosen Seite. Palmen, weisser Strand, das Wasser in allen Farben. Man kann es kaum beschreiben.Zudem wurden wir von Richard Tefaatau, dem Lotsen , den wir vom letzten Mal her kannten empfangen.  Den Rest des Nachmittages verbrachten wir an Bord mit baden, “sünnelen” und ein bisschen Essen und Trinken. Zum Auftakt des  Nachtessens in einem kleinen Lokal,  wurden wir durch Richard mit polynesischen Blumenkränzen behängt. Es wurde Hummer, roher Tunfisch (Poisson cru),Mai Mai(einheimischer Fisch) mit warmer Vanillesauce, frittierte Scampikugeln und Poulets nebst verschiedenen Beilagen serviert. Ein “Absacker” an Bord der Joli-Vent rundete den Abend ab. Herzlichen Dank an Irma für das feine Geburstagessen.


Besonderheiten:

  • Anstelle des Lotsen führten uns die ca. 12köpfige Delfintruppe in die Laguna von Maupiti
  • Fantastisches Südsee Feeling auf Maupiti (so wie man es sich vorstellt)
  • Lässiger Geburstagsabend in einer kleinen Pension
  • Tipp toppes Wetter………

 

 

Mittwoch, 5. August 2009

Heute sind wir gemütlich auf die andere Seite von Bora Bora geschippert, nachdem unsere Frauen sich mit den schwarzen Dingern (oder sagt man Perlen??) eingedeckt haben. The Blue Lagoon empfing uns mit paradiesischer Schönheit. Wir sind begeistert. Unseren Sundowner haben wir an der fantastischen Poolbar des Meridien-Hotels mit Blick auf die Hinterseite des Mount Otomenu (Wahrzeichen von Bora Bora) genossen. Die Vorbereitung für den morgigen Törn nach Maupiti sind getroffen. Gemäss Infos des Lotsen von Maupiti (Richard Tefatau) sind die Bedingungen für die Überfahrt und vor allem die etwas heikle Passage durch das Riff gut. Wir freuen uns auf Maupiti und den morgigen Geburtstag von Irma.

Besonderheiten:

  • Südsee pur, wie man es sich vorstellt (eigentlich noch besser)
  • Heute keine Un- und Zwischenfälle

 

 

Dienstag, 4. August 2009

 

Wir liegen vor Bora Bora, haben zwar nicht die Pest an Bord. Dafür aber Regen im Genick. Unser Besuch des Hauptortes Vaitape entwickelte sich zum Abenteurer. Wir standen buchstäblich im strömendem Regen, sodass nach dem Einkauf der Lebensmittel schweren Herzens auf den Einkaufsbummel verzichtet werden musste. Zudem hat sich unser Boot “Jolie Vent” ein bisschen selbstständig gemacht und stand bei unserer Rückkehr schräg zur Hafenmauer. Koni und Armin mussten wacker arbeiten um diese im Gegenwind zu befreien. Den Rest des Tages blieb uns leider nichts anderes übrig als uns auf dem Schiff dem Nichtstun zu frönen. Armin konnte endlich die technischen Verbindungsprobleme lösen, sodass die Fotos jetzt ebenfalls auf der Homepage sichtbar sind. Abends gönnten wir uns ein feines Nachtessen im Yacht-Club von Bora.

 

Besonderheiten:

  • Armin wusch im wahrsten Sinn des Wortes Geld (Stand im Regen und fiel mit den Kleidern ins Wasser)
  • Koni und Armin wurde die gleiche Metallöse zum Verhängnis und beklagen den baldigen Verlust eines Zehennagels
  • Wir haben bis jetzt einiges erlebt……

 

Montag, 3. August 2009

 

Wir starteten zum Törn nach Bora Bora. Kurz nachdem wir die Stelle “des fliegenden Geschirrs” passiert haben, setzen wir Segel. Mit einem flotten Wind erreichten wir Bora Bora nach ca 5 Stunden. Diese Insel fasziniert einem immer wieder je näher man kommt. Die Einfahrt durch die Passage war wieder sehr beeindruckend empfing uns mit bestem Wetter, nachdem wir zwischendurch mit Regen beglückt wurden. Anschliessend vergnügten wir uns mit baden und relaxen in der schönen Lagune und verschoben aus diesem Grund die Einkaufstour und Geldwechslerei auf den nächsten Tag. Traditionell wurde der abendlichen Apéro mit Mai Tei für Irma, Polynesian Orgasm für Koni, Pastis für Othmar, Blue Lagoon für Regula und einem simplen Hinano-Beer (oder zwei??) für Armin abgehalten. Nach dem Nachtessen an Bord war “Action” angesagt. Ein verhinderter James Bond mit selbstgebautem Schnellboot rammte ein Segelschiff. Koni und Armin verhinderten, dass das Boot sank . Nachher erfolgte die “beeindruckende” Bergung des Schiffes durch die Feuerwehr von Bora.

 

Besonderheiten

 

  • Zitat von Othmar: Hat der Bora einen Hut, wird das Wetter gut. Hat der Bora einen Kragen, so können wir es wagen!!
  • Koni verwechselte beim rauchen den Aschenbacher mit der frisch geöffneten Büchse Bier von Othmar
  • Die Ausrüstung der Feuerwehr lässt zu wünschen übrig; kein Hammer, kein Seil dafür ein Handy und als Spezialität è Flip Flops!!!!

 

Sonntag, 2. August 2009

 

Nach den letzen Vorbereitungsarbeiten verlassen wir Raiatea und steuern die Insel Tahaa an, welche auch als Vanilleinsel bekannt ist. Das Meer und die Insel zeigte sich farbmässig von der besten Seite. Vor dem Motu Maharare ankerten wir und genossen das Wasser und die fantastische Stimmung. Motus sind in Polynesien die kleinen vorgelagerten Inselchen am Riff. Auf dem Weg in die Baie Au (im Süden von Tahaa) setzten wir erstmals die Segel um zu üben. Eine unerwartet starke Böe legte uns buchstäblich flach. Die Winde in Ufernähe waren unbeständig und wechselten häufig die Richtung. Dies macht das Segeln auch nicht unbedingt einfach.

 

Besonderheiten

  • Eine böse Böe zerschlug buchstäblich unser Geschirr.
  • Adlerauge Othmar sah auf 1 km Distanz wie ein Einheimischer die polynesische Trommel spielte (Wir sahen das nicht einmal mit dem Feldstecher)
  • Wir stellten fest, dass beim Apéritiv zum Sonnenuntergang 1 Pastis 7 Euros kostet!!!!!

 

Samstag, 1. August 2009

 

Nach zwei Langstreckenflügen von je 11 Stunden haben wir in Raiatea unser Boot  “Joli Vent” übernommen und uns auf dem Schiff installiert. Den 1. August haben wir ganz bescheiden bei einem Apéritiv am Meer gefeiert. Einzig beim Sonnenuntergang vermieste uns eine “böse” Wolke diesen Genuss.  Ein feines Nachtessen im Club House des Segelclubs Raiatea sowie ein feiner Rum rundeten den 1. Tag ab.

Besonderheiten:

  • Othmar bestellte im Flugzeug Chicken japenese, suchte Huhn fand Fisch.
  • Unsere Einkaufstruppe kaufte 1 Fl Rum mit 0,65 Liter Inhalt, was kaum für 3 Wochen  reichen wird.